Paula Wimmer

Volksfest

München-Solln 1876-1971 Dachau

An der Akademie der Bildenden Künste München lernte sie Franz von Stuck und Max Feldbauer kennen.
Es folgten Florenz, Paris und die private Malschule von Feldbauer in Dachau und München.
Als ihr Lehrer nach Dresden berufen wurde, kehrte Paula Wimmer nach Dachau zurück, löste sich von der impressionistischen Malweise Max Feldbauers und fand ihren eigenständigen künstlerischen Ausdruck in einem experimentierenden Expressionismus.

Mitglied der Akademie der Bildenden Künste München.
Der Kunstkritiker Paul Westheim wurde ihr Gönner.
Neben  Ida Kerkovius (1879−1970), Maria Langer-Schöller und Else von Freytag-Lovinghoven war sie bei den sog. "Malweibern".

Ihre Landschaftsgemälde in leuchtendem Kolorit sorgten seinerzeit für Aufsehen. Paula Wimmer betätigte sich auch an verschiedenen Stellen als Fresko-Malerin in der Dachauer "St.-Jakobs-Kirche". In der Stadt an der Amper war die Malerin und Grafikerin Mitglied der "Künstlergruppe Dachau"", der "Kunstvereinigung Dachau" und der "Neuen Sezession".
Mit großem Erfolg beschickte sie in den 1920er und 1930er Jahren Ausstellungen in München, Rom, Wien, Berlin, Paris, Stuttgart, Salzburg u.a.
In Salzburg wurde ihr bereits 1918 die "Silberne Staatsmedaille" verliehen.

Mit den Nationalsozialisten endete ihr  Erfolg. Deshalb begann sie in einem naiven Stil mit unverfänglichen Bildthemen zu malen.
Nach dem 2. Weltkrieg waren ihre Werke auf den Ausstellungen im Haus der Kunst, München, vertreten.

Unter den Dachauer Künstlern steht sie von ihrer Bedeutung her mit an erster Stelle. Ihre Bilder/Grafiken werden inzwischen hoch gehandelt. In ihrer Wahlheimat erinnert eine Straße sowie die "Paula-Wimmer-Stube" im "Ludwig-Thoma-Haus" an die Künstlerin.